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Lederpflege leicht gemacht!

Nichts geht über ein Sofa mit Lederbezug. Es fühlt sich geschmeidig und weich an, ist hautsympathisch, atmungsaktiv und angenehm temperaturausgleichend, strapazierfähig und lange attraktiv.  Erhalten Sie Einblick in die verschiedenen Lederarten und deren Pflege, damit Sie lange Freude an ihrer Couch oder dem Fernsehsessel  haben.

Als “preisgünstig“ oder gar “billig“ kann man Leder sicherlich nicht bezeichnen. Immerhin benötigt man z.B. zum Beziehen eines Sofas rund 25 m² Leder. Das entspricht den ausgesuchten Häuten von 5 bis 6 Rindern. Dennoch sind Polstermöbel mit echtem Lederbezug ein Luxus, den sich jeder leisten kann. Zudem ist es eine vernünftige Investition in dauerhafte Schönheit. Der größte Teil des Möbelleders stammt von Kuh- und Bullenhäuten. 

Lederstrukturen / Merkmale:
 

  • Echtes Leder erzählt eine Geschichte: Narben, Risse und Wunden, die das Tier erlitten hat, hinterlassen in der Haut untilgbare Spuren. Diese Merkmale beeinträchtigen in keiner Weise Haltbarkeit und Lebensdauer- und sie unterstreichen mit abwechslungsreichem Narbenbild, die Echtheit und Individualität naturgewachsenen Leders. Wer Leder kauft, muss die folgenden Naturmerkmale akzeptieren:
  • Insektenstiche und Zeckenbisse Sie bleiben als kleine dunkle Punkte in der Lederhaut enthalten.
  • Salzfraß Eines der vielfältigen Ledermerkmale.
  • Dungstellen Im Verarbeitungsprozess werden sie weitgehend entfernt.
  • Mastfalten Markante Linien, die im Nackenbereich der Tiere entstehen.
  • Gabelstiche Diese Wunden müssen gut verheilt sein. Nur dann kann Leder mit diesem prägnanten Narbenbild verarbeitet werden.
  • Striegelrisse Sie dokumentieren, dass das Tier erstklassig gepflegt wurde.
  • Heckenrisse und Adern sind häufig auftretende, typische Echtheitsmerkmale. Sie prägen den individuellen Charakter des Leders.
  • Hornstoß-Narben Gut verheilte Erinnerungen an leichte Kämpfe. Sie vermindern die Gebrauchsqualität des Leders nicht.
 

Die verschiedenen Arten von Leder: 
 

Glattleder

Die Oberseite der Haut wird zur Oberfläche des Lederbezugs. Charakteristische Merkmale der Haut bleiben erhalten. Bei Glattleder, auch Narbenleder genannt, wird die Oberfläche der Narbenhaut nicht durch Schleifen aufgeraut, deshalb bleibt die natürliche Struktur der Haut erhalten - aber je nach Art der Färbung bleibt sie mehr oder weniger deutlich erkennbar  Bei der Durchfärbung mit wasserlöslichen Anilinfarben schwimmen die Häute in großen Fässern mit wasserlöslicher Anilinfarbe. Die Farbe dringt tief ins Leder ein, die Struktur der Lederoberfläche bleibt völlig unverändert. Anders bei der Färbung mit Deckfarben, deren Farbstoff besteht aus feinen, nicht wasserlöslichen Farbpigmenten. Deckfarben werden in dünner Schicht auf das gegerbte Leder aufgetragen und überlagern die natürlichen Unregelmäßigkeiten der Oberfläche.
Rein-Nappaleder ist das hochwertigste Leder. Die lichtechte, transparente Anilin- Durchfärbung lässt die natürliche Hautoberfläche unverändert - alle Spuren, die das Leben auf der Haut hinterlassen hat, bleiben erhalten und müssen akzeptiert werden. Polstermöbel, deren Bezug ja aus mehreren Häuten hergestellt wird, weisen charakteristische, kleine Farbunterschiede auf. Rein-Nappaleder fühlt sich samtig weich, warm und geschmeidig an. Im Verlauf der Jahre erhält es lebendig-warme Patina.
Pigment-Nappaleder (Gedecktes Leder) wird mit deckenden Pigmentfarben gefärbt. Die Narbenschicht des Leders ist so mit einer schützenden Farbschicht übersprüht, unterschiedliche Hautstrukturen werden ausgeglichen. Weil die natürlichen Merkmale dann nicht mehr deutlich in Erscheinung treten, prägt man häufig dem Leder ein Narbenbild auf. Pigment - Nappaleder ist weniger atmungsaktiv oder temperaturregulierend - aber es besitzt eine gleichmäßige Optik, ist lichtbeständig und einfach zu pflegen.
Semi-Nappaleder (Semi-Anilinleder) ist eine Mischform: Zusätzlich zur Anilin- Durchfärbung wird mit Hilfe von Pigmentfarben Farbbild und Struktur gestaltet. Es entsteht ein farblich einheitliches, weniger empfindliches und pflegeleichtes Leder.

Rauleder

Die Häute werden aufgeraut. Es entsteht ein strapazierfähiger Bezug mit veloursartigem Charakter. Rauleder ist weich, anschmiegsam, temperaturausgleichend, atmungsaktiv und strapazierfähig. Alle Raulederarten ähneln in der Optik und in ihrem herben Charme dem Wildleder, mit dem sie häufig sogar verwechselt werden. Rauleder besteht aus der Narbenhaut von Rindern. Sein samtiger Charakter wird durch Anschleifen der Haut erreicht. Rauleder sind anilingefärbt, besitzen ein ausgeprägtes Narbenbild und erhalten schon nach kurzem Gebrauch natürliche Patina.
Veloursleder ist Narbenleder, das an der Innenseite, also der Fleischseite der Haut, angeschliffen wurde. In manchen Fällen wird zu seiner Herstellung auch angeschliffenes Spaltleder verwendet.
Nubukleder nennt man auf der Narbenseite leicht angeschliffenes Rindsleder mit samtartigem Charakter.

Spezialleder 

ist echtes Leder, das durch moderne technische Verfahren besonders pflegeleicht und strapazierfähig wird. Lederveredlung - das ist der gelungene Versuch, die Schönheit von auserlesenem Naturleder gegen die Strapazen des Alltags unempfindlich zu machen. Lavalina - und LongLife beispielsweise sind spezialbehandelte Leder mit flüssigkeits- und fettabweisender Oberfläche: Die Fasern der Haut sind mittels unterschiedlicher Verfahren vor Verschleiß und Flecken geschützt. Deshalb ist veredeltes Leder pflegeleichter, einfacher zu reinigen und bewahrt länger seine natürlichen Vorteile.
Lavalina-Leder ist ein anilingefärbtes Rein-Nappaleder, gefertigt aus den ungesalzenen Rinderhäuten. Nach einem speziellen Gerbungsverfahren wird Lavalina- Leder in großen Fässern imprägniert: Wertvolle Öle umhüllen jede Hautfaser und schützen sie dauerhaft. Flüssigkeit und Schmutz können nicht mehr in die Faser eindringen.
LongLife-Leder ist das Spitzenprodukt unter den Semi- Anilinledern. Zu seiner Herstellung werden  ausschließlich ausgesuchte Häute verwendet, zuerst im Fass anilingefärbt, dann mit organischen Farbstoffen nachbehandelt. Die individuellen Naturmerkmale der Haut bleiben erhalten. Ein Spezialverfahren schützt nach dem Färben die Poren dauerhaft gegen das Eindringen von Schmutz, ohne die Atmungsaktivität des Leders wesentlich zu beeinträchtigen.

PFLEGEHINWEIS:

Die Lederpflege selbst ist nicht aufwendig.

Grundsätzlich sollten Sie jedoch darauf achten, dass Ihre neuen Ledermöbel keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Zudem sollte diese nicht zu nah an Heizkörpern oder dem Holzofen platziert  werden, da die hohe Wärmebelastung das Leder austrocknet und es spröde werden lässt. Wichtig ist, dass Sie jede Pflege immer erst vorsichtig an einer Stelle des Gegenstandes testen, die nicht äußerlich beim Gebrauch sichtbar ist. Verschmutzte Stellen sollten vorsichtig mit einen weichen fusselfreien Tuch abgerieben werden, damit keine unschönen Stellen entstehen. Flüssigkeiten müssen sofort mit einem saugfähigen Tuch oder Papier aufgenommen werden.

Während der Zeit das Glattleder regelmäßig mit einem leicht feuchten Tuch abstauben. 1- 2mal im Jahr mit milder Seifenlösung reinigen. Anschließend mit klarem Wasser nachbehandeln und mit einem Wolltuch trocknen. Um die Imprägnierung wieder herzustellen und um das Leder geschmeidig zu halten, sollten Sie nach der Reinigung ein Spezialpflegemittel (im Möbelhandel erhältlich) auftragen. Diese enthalten rückfettende Substanzen und pflegen das Leder und wirken wasserabweisend. Achtung! Vermeiden Sie alle aggressiven Mittel: Fleckenentferner, Lösungsmittel, Terpentin, Benzin - aber auch Bohnerwachs oder Schuhcreme sind absolut ungeeignet!

Bei Rauleder leichte Verschmutzungen mit dem Staubsauger (Bürstenvorsatz) vorsichtig absaugen oder mit einem Tuch abstauben. Speckige Stellen werden mit einer weichen Bürste oder einem Schaumstoffschwamm wieder aufgeraut. Flecken von Speisen oder Fett beseitigen Sie am besten mit einer handwarmen Feinwaschmittellösung. Sie feuchten ein weiches Tuch an, drücken es gut aus und wischen den Fleck großflächig ab, ohne dabei jedoch das Leder zu durchfeuchten. Dann trocknen Sie einfach mit einem Wolltuch nach. Anschließend gut durchtrocknen lassen und mit der Bürste wieder aufrauen. Eventuell noch sichtbare Fettflecken ziehen mit der Zeit in das Leder ein. Wichtig! Zur Imprägnierung von Rauleder verwenden Sie am besten ein umweltfreundliches Spray.